10. April 2024

Kursbestimmung: Gaia-X und die Zukunft der datenzentrierten Verwaltung

Positionspapier der Domänen Geoinformation, Öffentlicher Sektor und Smart City / Smart Region des Gaia-X Hub Germany und des Gaia-X Hub Austria

Zusammenfassung

Seit mindestens 20 Jahren entwickeln sich „Smart Cities“ und „Smart Regions“ als Teil eines Digitalisierungstrends, der auf Datenvernetzung in Städten und Regionen aufsetzt. Smart Cities und Smart Regions bezeichnen Siedlungsräume, in denen die regelmäßige Nutzung (ökologischer, ökonomischer und sozial) nachhaltiger Produkte, Dienstleistungen, Technologien, Prozesse und Infrastrukturen durch eine hochintegrierte Vernetzung mittels Informations- und Kommunikationstechnologien systematisch ermöglicht und unterstützt wird. Der nächste Schritt hin zu vernetzten, datenzentrierten Verwaltungen von Städten und Regionen ist daher von enormer Bedeutung. Auf der einen Seite wird der Einsatz datenbasierter Systeme die öffentlichen Dienstleistungen und die hoheitlichenAufgaben erweitern und verbessern. Auf der anderen Seite werden immer mehr öffentliche und private Akteure entlang (digitaler) Wertschöpfungsketten beteiligt. Unterstrichen wird dies durch den immer stärker hervortretenden Bedarf, nachhaltigere und resilientere Wege der Stadt- und Regionalentwicklung zu gehen und dazu digitale Werkzeuge und Lösungen zu nutzen. Hierdurch kann die notwendigen Transformationen des Energie-, Verkehrs- und Infrastrukturwesens beschleunigt werden.

In diesem Dokument sollen die Konzepte von datenzentrierter Verwaltung sowie die dafür notwendigen organisatorischen und technischen Voraussetzungen erläutert und beschrieben werden. Abschnitt 1 bietet eine allgemeine Einführung in die datenzentrierte Verwaltung und adressiert die administrativen Herausforderungen sowie den rechtlichen Rahmen. Abschnitt 2 stellt die Gaia-X-Initiative vor, zunächst allgemein, dann als Werkzeug zur Verknüpfung von Daten und zur Erleichterung der digitalen Transformation in Kommunalverwaltungen. Abschnitt 3 beschreibt die technischen Aspekte der digitalen Transformation in der Verwaltung: von der aktuellen Datennutzung bis hin zu den verfügbaren technologischen und prozeduralen Werkzeugen. Am Ende des Dokuments finden sich einige Anwendungsfälle, in denen der Nutzen der Digitalisierung und Datenorientierung für Verwaltungen konkret dargestellt wird.

Autor:innen

Matthias Brucke – embeteco GmbH & Co. KG
Ghazal Etminan – AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Daniel Hofmann – T-Systems International GmbH
Peter Kraemer – Capgemini Deutschland GmbH
Tanja Krins – Stadt Köln
Ralf Leufkes – Civitas Connect e. V.
Sven Löffler – T-Systems International GmbH
Brigitte Lutz – Stadt Wien, Gaia-X Hub Austria
Anna-Lena Meiners – Civitas Connect e. V.
Xaver Pfaffenbichler – Stadt Wien
Bianca Pfahl – Materna Information & Communication SE
Alanus von Radecki – Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen DKSR GmbH
Hylke van der Schaaf – Fraunhofer IOSB
Juliane Schmeling – Fraunhofer FOKUS Institut für Offene Kommunikationssysteme
Joachim Schonowski – msg systems ag
Winnie Schöngut – acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
Tina Siegfried – Dataport AöR
Duy Phuong Ta – Materna Information & Communication SE
Sascha Tegtmeyer – Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung Hamburg
Martin Traunmüller – AIT Austrian Institute of Technology GmbH

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