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Seit Anfang 2022 betreut und unterstützt der Gaia‑X Hub Deutschland elf Fördervorhaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Sie repräsentieren „Innovative und praxisnahe Anwendungen und Datenräume im Digitalen Ökosystem Gaia‑X“ und stehen beispielhaft für die Branchen Mobilität, Finanzwesen, Gesundheit, Bauwirtschaft, Geoinformation, Bildung sowie den Öffentlichen Sektor.

Innovative Praxisbeispiele für datengetriebene Geschäftsmodelle

Die dabei entwickelten Anwendungsbeispiele zeigen auf, wie sich im Gaia‑X Ökosystem auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Organisationen und Verwaltungen mit Daten Mehrwerte und neue marktwirksame Geschäftsmodelle schaffen lassen.

Es entstehen Best Practices und Lösungsansätze, die dazu dienen, die Entwicklung und den Aufbau neuer datenbasierter Geschäftsideen in Deutschland sowie Europa zu inspirieren und praktisch zu unterstützen.

Die elf Gaia-X Fördervorhaben im Überblick:

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Autowerkstatt 4.0

KI-gestützte Fehlerdiagnose beim Kfz

Konsortialführung: LMIS AG

Das Ziel von Autowerkstatt 4.0 (AW 4.0) ist es, eine Plattform für den sicheren und vertrauenswürdigen Austausch von branchenspezifischen Daten und KI-Modellen zu schaffen, um die Digitalisierung der mittelständisch geprägten Werkstattbranche voranzutreiben und Werkstätten sowie Anbieter von Messsystemen über Gaia‑X zu einem Innovations- und Wertschöpfungsnetzwerk zu verknüpfen.

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Als konkrete Anwendung wird im Rahmen des Vorhabens die zielgerichtete Fehlersuche im KFZ mit Hilfe von Oszilloskopen vereinfacht. Die Fehlerdiagnose in Fahrzeugen findet meist noch über proprietäre Diagnosesysteme mittels der On-Board-Diagnose (OBD) Schnittstelle statt. Fehlercodes, sogenannte Diagnostic Trouble Codes (DTC), verweisen allerdings nicht auf die Ursache eines Fehlers, sondern lediglich auf die vom System empfohlenen Teile zum Austausch.

AW 4.0 realisiert eine differenziertere Diagnose für einen gezielten Austausch von Teilen. Dies vermeidet unnötige Reparaturen und sichert eine nachhaltige Reduktion von Ressourcen- und Zeiteinsatz. Das datenbasierte Diagnosesystem soll auch für ältere Fahrzeuge bereitstehen und ist einfach in den Arbeitsalltag von Kfz-Werkstätten zu integrieren. Darüber hinaus kann die Plattformtechnologie in weiteren Bereichen wie der Überwachung von Industrieanlagen oder Elektroantrieben übertragen werden.

Logo COOPERANTS - Gaia-X Fördervorhaben

COOPERANTS

Collaborative Processes and Services for Aeronautics and Space

Konsortialführung: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

Das Fördervorhaben COOPERANTS treibt den Digitalisierungsprozess in der Luft- und Raumfahrtbranche voran, um in der Zukunft effizientere Arbeitsmethoden und Produktionsprozesse über den gesamten Lebenszyklus von Luft- und Raumfahrzeugen hinweg umzusetzen und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der Branche in Deutschland und Europa zu stärken.

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Meist werden Forschungs- und Bauprojekte von verschiedenen Teams und Unternehmen gemeinsam bearbeitet und bedürfen bislang, nicht zuletzt aufgrund der sensiblen Daten und zum Schutz des eigenen Know-hows, eines hohen Reiseaufwands. Das Fördervorhaben verfolgt daher das Ziel, mithilfe eines kollaborativen Programm-Managements die digitale Zusammenarbeit der verteilten Teams unter Einhaltung der notwendigen Sicherheitsvorgaben zu ermöglichen.

Auf Basis einer digitalen Infrastruktur können zudem alle Prozesse wie Produktion, Wartung oder Service in einem standardisierten Format über den gesamten Lebenszyklus eines Flugzeugs abgebildet und deren Kosten gesenkt werden, um die Branche dadurch langfristig konkurrenzfähig zu machen.

Logo EuroDaT - Gaia-X Fördervorhaben

EuroDaT

Europäischer Datentreuhänder

Konsortialführung: d-fine GmbH

Das Ziel von EuroDaT ist die Etablierung eines neutralen Datentreuhänders im Sinne des Data Governance Act der EU und die zeitnahe Umsetzung Gaia-X kompatibler exemplarischer Anwendungsfälle. Durch die geschaffenen neuen Rahmenbedingungen entstehen neue Möglichkeiten, um innovative Produkte und zukunftsträchtige Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen.
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EuroDaT soll Unternehmen, Wissenschaft und Behörden in die Lage versetzen, schnell, sicher, rechtskonform und weitgehend automatisiert Daten zusammenzuführen und gemeinsamen Auswertungen zugänglich zu machen. Auf diese Weise können sogenannte Datensilos, die beispielsweise aus datenschutz- oder kartellrechtlichen Gründen nicht gemeinsam nutzbar sind, für konsolidierte Analysen durch die Datengeber oder Dritte zugänglich gemacht werden. Basis dafür sind modernste Technologien, kombiniert mit den neuen rechtlichen Entwicklungen. Das Ergebnis ist ein neutraler transaktionsbasierter Datentreuhänder, der die Datengeber, die Auswertungen auf den verschlüsselten Daten und die Empfänger der Ergebnisse entkoppelt.

Um die Anforderungen an EuroDaT und die dahinterliegenden prozessualen, technologischen und rechtlichen Lösungen zu definieren, werden vier Anwendungsfälle detailliert erforscht: die Entwicklung einer bankenübergreifenden Transaktionsdatenanalyse zur Erkennung von Betrug und Finanzkriminalität, die Bestimmung von Nachhaltigkeitsratings für Unternehmen, ein Haushaltsbarometer zum Konsum- und Sparverhalten deutscher Haushalte in Echtzeit sowie eines Systems zur Bereitstellung von Behördendaten, Mikrodaten für Forschungszwecke.

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HEALTH-X dataLOFT

Die Zukunft der Gesundheitsversorgung

Konsortialführung: Charité Universitätsmedizin Berlin

Health-X dataLOFT stellt die Bürger:innen in den Mittelpunkt bei der Bereitstellung, Nutzung sowie Kontrolle der eigenen Gesundheitsdaten. Ziel ist die Entwicklung von transparenten cloudbasierten Anwendungen gemäß Gaia‑X Standards in hochrelevanten Gebieten der Gesundheitsversorgung wie z.B. Gesundheitsprävention, gesundes Altern und der klinischen Versorgung. Für die Vernetzung der Gesundheitsbereiche und die integrative Datennutzung werden Konzepte der Medizininformatik-Initiative sowie rechtsverbindliche Gematik-Standards und Lösungen der Telematik-Infrastruktur eingebunden.

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In vier Anwendungsfällen demonstriert das Projekt HEALTH-X dataLOFT die Chancen, die sich aus der Verbindung von Gesundheitsdaten aus dem primären und sekundären Gesundheitsmarkt ergeben: selbstbestimmte Alltagsgesundheit, klinische Begleiter, personalisierte Gesundheitsdienste und die Sekundärnutzung von Daten. Dadurch entstehen völlig neue Geschäftsmodelle. Bürgerinnen und Bürger haben dabei transparenten Zugriff und Kontrolle über die erhobenen Gesundheitsdaten und entscheiden selbst, wie die sensiblen Daten verwendet werden und wer sie nutzen darf. Sie können diese auch in die Gesundheitsforschung einfließen lassen.
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iECO

Intelligent Empowerment of Construction Industry

Konsortialführung: RIB Information Technologies AG

Mit diesem Fördervorhaben wird die bislang noch wenig digitalisierte Baubranche adressiert. Das übergeordnete Ziel ist die Entwicklung eines gemeinsamen Datenraums für die Bauwirtschaft, in dem der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes von der Planung bis zum Abriss als digitaler Zwilling abgebildet werden kann. Dadurch wird die parallele Bearbeitung, der Austausch sowie die Aktualisierung aller Daten eines Bauprojektes in Echtzeit möglich.

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Das erleichtert unter anderem die digitale Vorbereitung von Prüf- und Genehmigungsverfahren, die Anpassung der verschiedenen beteiligten Gewerke oder auch die Vorratshaltung von Materialien auf dem Bau. Außerdem können die Gebäude mithilfe der Daten effizienter betrieben und am Ende des Lebenszyklus die Materialien für das Recycling gerettet werden. Da in dem Projekt der Fokus nicht ausschließlich auf dem Gebäude liegt, sondern auch vor- und nachgelagerte Prozesse einbezieht, könnte die Umsetzung und Adaption von iECO die Produktivität der gesamten Branche um zehn Prozent steigern.
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Marispace-X

Martime Smart Sensor Data Space X

Konsortialführung: 1&1 IONOS SE

Marispace-X zielt darauf ab, ein maritimes Daten-Ökosystem aufzubauen, das Akteuren aus Industrie, Wissenschaft, Behörden und NGOs erlaubt, aus dem Meer gewonnene Daten auf der Grundlage europäischer Standards und Werte souverän, sicher und effizient zu verwalten, zu teilen und zu analysieren. Diese Verknüpfung ermöglicht neue Erkenntnisgewinne und die Entwicklung neuer innovativer Lösungen und Dienstleistungen für die Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit.

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Mit Entwicklung dieses digitalen Ökosystems der Ozeane adressiert Marispace-X gleich mehrere wichtige Herausforderungen dieses Jahrzehnts wie den Klimawandel, Meeresschutz und die digitale Transformation durch vier praktische Anwendungsfälle:

  • Internet of Underwater Things – Voraussetzung für eine digitale Abbildung der Ozeane
  • Offshore Windenergie – Datenerfassung, Verwaltung und intelligente Anlagenüberwachung
  • Munitition im Meer – Analyse und Verwaltung von Daten für die Räumung der 1,6 Mio. Tonnen Altmunition in Nord- und Ostsee
  • Biologischer Klimaschutz – Ermittlung und Optimierung des CO2-Einsparpotenzials von sogenannten Makrophyten (z.B. Seegraswiesen)
Logo MERLOT - Gaia-X Fördervorhaben

MERLOT

Marketplace for Lifelong Educational Dataspaces and Smart Services Provisioning

Konsortialführung: imc information multimedia communiation AG

Mit dem Förderprojekt MERLOT sollen besonders geschützte Bildungsdatenräume und -dienste innerhalb des Gaia‑X Ökosystems entstehen. Diese stellen sicher, dass die Inhaber von Bildungsdaten stets die Souveränität über ihre Daten behalten und diese je nach Bedarf gezielt anderen Nutzer:innen oder Diensten interoperabel zur Verfügung stellen können.
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Lernende, Schulen, öffentliche Einrichtungen, Verwaltungen oder Unternehmen werden so befähigt, DSGVO-konform Bildungsdaten auszutauschen und kontrolliert weiterzugeben, ohne mit jedem Beteiligten gesondert individuelle Vereinbarungen schließen zu müssen. Das erleichtert die Interaktion der Akteure in föderalen Systemen und eröffnet neue Möglichkeiten bei der Verarbeitung der hoch schützenswerten Bildungsdaten.

Das Konsortium entwickelt Advanced Smart Services, verschiedene Dienste auf Basis von datensicheren KI-gestützten digitalen Assistenten, um Lernende bei der Bildungs- und Berufsorientierung zu unterstützen oder Bürger:innen beim lebenslangen Lernen durch digitale Weiterbildungsassistenten zu begleiten. Das MERLOT-Projekt demonstriert mit diesen Use-Cases, dass trotz dezentraler Datenhaltung auf Grundlage der Gaia-X Federation Services Architektur eine Verarbeitung von hochsensiblen Bildungsdaten mittels KI-Methoden möglich wird, ohne den Datenschutz, die Datensouveränität der Lernenden und anderer Datenquellen zu gefährden.

Ein in MERLOT entwickelter Marktplatz für zertifizierte digitale Dienste gewährleistet einerseits die sichere und verantwortungsvolle Bereitstellung und Nutzung der Daten gemäß den europäischen Werten und Regeln in einem für alle Anbieter offenen transparenten Ökosystem. Lernende, Schulen, öffentliche Einrichtungen, Verwaltungen oder Unternehmen können so Dienste aus einer vertrauenswürdigen Quelle auswählen und den für ihre Zwecke passenden einsetzen. Aus der Sicht der Lehrenden stellen die auf dem MERLOT-Marktplatz gelisteten Angebote eine Art “Whitelist” dar, das heißt, diese Dienste und Content-Angebote müssen Minimalstandards bezüglich Datenschutz, Zugang, Nutzung, Auffindbarkeit, Qualität und so weiter genügen. Das Auffinden von relevanten fachspezifischen und fachübergreifenden Diensten, die bedenkenlos in der Schule eingesetzt und von Lehrenden und Lernenden genutzt werden können, wird so nutzerfreundlich ermöglicht. Die auf
dem Marktplatz gelisteten KI-basierten Dienste müssen zudem hohe Transparenzanforderungen erfüllen, um die Schaffung von Nachvollziehbarkeit aktiv zu unterstützen.

Die Entwicklung des MERLOT-Marktplatzes wird in öffentlich-privater Partnerschaft vorangetrieben. Der Marktplatz ermöglicht dynamischen Wettbewerb, Innovation und neue Arten der Kooperationen unter Bildungsdienstanbietern. Die Entstehung vielfältiger digitaler Werkzeuge zur individuellen Bildungs- und Kompetenzentwicklung wird gefördert und damit Chancengleichheit sowie Bildungsgerechtigkeit insgesamt verbessert.

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OpenGPT-X

Große KI-Sprachmodelle für Europa

Konsortialführung: Fraunhofer IAIS

Das Ziel von OpenGPT-X ist die Erstellung von Gaia‑X‑kompatiblen Advanced-Smart-Services durch innovative Sprachtechnologien. Bei den neu entwickelten großen KI-Sprachmodellen liegt ein besonderer Fokus darauf, dass die Modelle DSGVO‑konform sind sowie europäischen Werten und den aktuellen europäischen Regularien entsprechen.

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Die vielfach privatwirtschaftlich entwickelten großen Sprachmodelle auf dem Markt stehen der europäischen Forschung und Wirtschaft meist nicht offen zur Verfügung. OpenGPT-X hingegen gewährleistet eine solche (notwendige) Offenheit. Außerdem berücksichtigten die OpenGPT-X Sprachmodelle die Vielsprachigkeit und föderierte Struktur Europas angemessen und stärken dadurch die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Raum.

Gaia-X wird die Grundlage bilden, um skalierbare Rechenressourcen sowie vernetzte und anwendungsübergreifende Datenräume für die Erstellung dieser großen KI-Sprachmodelle bereitzustellen. Als Anwendungsbeispiele für zukünftige Produktentwicklungen werden im Bereich Medien KI-Sprachmodelle zur Fragenbeantwortung bei interaktiven Medienformaten eingesetzt. Zudem werden neue Sprachmodelle automatische Inhaltsanalysen in den Rundfunkarchiven unterstützen. Im Bereich Mobilität werden die Modelle für eine effizientere Dokumentenverarbeitung bei der Schadensabwicklung durch Kfz-Versicherungen genutzt werden und zusätzlich als persönlicher Assistent beim Autofahren zu mehr Sicherheit und Fahrkomfort beitragen.

Logo POSSIBLE - Gaia-X Fördervorhaben

POSSIBLE

Phoenix Open Software Stack for interoperable Engagement
in Data Spaces

Konsortialführung: Bechtle AG

Das Projekt POSSIBLE entwickelt ein innovatives und nutzerfreundliches Daten- und Service-Ökosystem, um Organisationen und deren Mitarbeitende Datenräume aus verschiedenen Bereichen leicht zu erschließen und gleichzeitig einen souveränen und selbstbestimmten Umgang mit ihren Daten zu garantieren. POSSIBLE setzt dies exemplarisch in den Bereichen Bildung, Unternehmen – mit Fokus auf kleinere und mittelständische Unternehmen (KMU) – und in der öffentlichen Verwaltung um.
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In den praktischen Anwendungsbeispielen werden die Daten von Anwenderinnen und Anwendern aus unterschiedlichsten Bereichen, Behörden ohne und mit Unternehmensbezügen verfügbar gemacht, sodass Nutzer:innen aus Organisationen digital auf vernetzte Daten zugreifen, diese schnell und sicher für die jeweils vertraglich vereinbarten Zwecke nutzen und mit anderen Verwaltungs- und Bildungsbereichen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen teilen können.

Für KMU wird es durch POSSIBLE möglich werden, die eigenen Daten sicher, transparent und DSGVO-konform mit anderen Organisationen auszutauschen. Im Bereich öffentlicher Sektor sollen beispielsweise nicht öffentliche, vertrauliche Geodaten aus der Verwaltung Gaia-X-konform bereitgestellt und eine Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Messengerdiensten geschaffen werden.

Im Bildungsbereich entstehen Analyse- und Empfehlungsservices, die Gaia-X-konforme Verknüpfungen von Bildungs- und Verwaltungsdaten ermöglichen und daraus Mehrwerte generieren. Hierbei werden etwa individuelle Lernpräferenzen und -ziele erfasst, um Weiterbildungen zu empfehlen, oder skillbasierte Daten verknüpft, um Kompetenzlücken zu finden und Maßnahmen zur Personal- und Organisationsentwicklung zu planen. Die Services werden über einen Katalog im POSSIBLE-X Ökosystem bereitgestellt.

Logo TEAM-X - Gaia-X Fördervorhaben

TEAM-X

Trusted Ecosystem of Applied Medical Data eXchange

Konsortialführung: Bayern Innovativ GmbH

Ziel von TEAM-X ist die Etablierung eines geschützten und vertrauenswürdigen digitalen Datenökosystems basierend auf der Gaia‑X Infrastruktur zur Entwicklung von datengetriebenen Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen als Basis für eine zukunftsweisende Gesundheitsversorgung. Die Daten dienen zur Verbesserung der Prävention, Prädikation, Personalisierung und Partizipation in der Versorgung.

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Die derzeit nicht oder nur schwer zugänglichen Gesundheitsdaten werden zukünftig verfügbar und nutzbar gemacht. Patientinnen und Patienten erhalten dabei die Datenhoheit. Sie bestimmen darüber, wer Zugriff auf diese hochsensiblen Daten erhält, aber auch für wen und in welchem Umfang diese Daten freigegeben werden. Die Daten werden dabei verschlüsselt abgelegt und die Nutzung lückenlos dokumentiert. Der Zugriff wird von jedem Endgerät aus möglich sein und eine Datenfreigabe zu Forschungszwecken realisiert.

Durch die zwei Anwendungsfälle, Frauengesundheit und Digitale Pflegeplattform für stationäre und ambulante Altenpflege, werden die entwickelten Lösungen in konkrete Versorgungssituationen überführt. Das Projekt TEAM-X arbeitet somit an der Stärkung der Fähigkeit und Selbstbestimmung der Bevölkerung im Umgang mit ihren Gesundheits- und Pflegedaten sowie an der digitalen Kompetenz und Innovationskraft der Gesundheits- und Pflegebranche.

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Logo TELLUS - Gaia-X Fördervorhaben

Tellus

Domänenübergreifende Vernetzung für kritische Anwendungen

Konsortialführung: DE-CIX Management GmbH

Das Fördervorhaben TELLUS erweitert die Vision von Gaia‑X um eine leistungsfähige Anbindung und Integration von heterogenen Netzwerkinfrastrukturen. Das ermöglicht die Umsetzung von kritischen Use Cases in Unternehmen, die in Bezug auf Latenz, Bandbreite oder Resilienz besonders hohe Anforderungen an die Netzwerke stellen, die über den üblichen Rahmenbedingungen und außerhalb der Garantiefenster liegen.

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Derzeit basieren viele föderierte Cloud-Dienste auf Workloads, die an mehreren Orten verteilt und über das öffentliche Internet miteinander verknüpft sind. Um bei kritischen Anwendungsfällen die Interaktion zwischen Cloud-Anbietern und dem anwendenden Unternehmen zu ermöglichen, müssen alle Elemente der Verbindung wie zum Beispiel Unternehmensnetz, Anschlussanbieter, Netzbetreiber, Internetknoten sowie der Cloud-Anbieter technisch integriert werden. TELLUS adressiert dieses Szenario und verfolgt das Ziel über integrierte Softwareinstanzen und homogene Schnittstellen ein Overlay über Anbietergrenzen hinweg aufzuspannen.

Dafür setzt das Konsortium drei spezifische Beispiele aus der Industrie um. In einem Use Case „Equipment-as-Service (EaaS) – Pay by Part“ sollen Unternehmen künftig als Kunden Laservollautomaten zur Blechverarbeitung nutzen können, ohne diese kaufen oder leasen zu müssen. Stattdessen wird pro verarbeitetem Werkstück abgerechnet, wodurch die Produktion flexibel wird und auf dynamische Veränderungen am Markt reagieren kann. In einem weiteren Use Case übersetzt ein intelligenter Handschuh Bewegungen der menschlichen Hand in digitale Prozesse, die wiederum genutzt werden können, um Anwendungen in Echtzeit fernzusteuern. Der dritte Use Case „Digitaler Zwilling“ zielt darauf ab, mithilfe realitätsgetreuer Abbildungen von Objekten oder Prozessen wesentliche Verbesserungen an Fertigungsprozessen bei verteilten Produktionsanlagen umzusetzen. In allen drei Fällen sind besonders geringe und schwankungsarme Latenzen erforderlich, die über herkömmliche Netzwerkstrukturen kaum zu realisieren sind.